Es folgt ein Überblick über die Ziele und Inhalte der theoretischen Ausbildung entsprechend der gültigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Altenpflegehilfe in Hessen.

Lernbereich 1:
Pflegefachlicher und pflegepraktischer Lernbereich: 400 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler

  • kennen theoretische Grundlagen pflegerischen Handelns,
  • verstehen Zusammenhänge auf der Basis des Pflegeprozesses,
  • erkennen und berücksichtigen die Gewohnheiten und Ressourcen des alten Menschen bei allen Pflegeaktivitäten,
  • beziehen die individuelle Lebensgeschichte in die praktische Arbeit ein,
  • kennen die Grundlagen der Hygiene und wenden diese angemessen an,
  • kennen, ermitteln und dokumentieren die Vitalzeichen, deren Normwerte und pathologische Veränderungen,
  • kennen die Grundsätze prophylaktischen Handelns in der Pflege und führen prophylaktische Maßnahmen nach Anleitung durch,
  • kennen die Bestimmungen des Unfallschutzes und der Unfallverhütung und können diese angemessen auf ihre Arbeit anwenden,
  • kennen die in der Pflege gebräuchlichsten Hilfsmittel und sind mit deren Umgang vertraut,
  • kennen die wichtigsten Symptome, Ursachen und Therapien der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen im Alter,
  • kennen geeignete pflegerische Maßnahmen bei diesen Erkrankungen,
  • reagieren angemessen in Notfallsituationen,
  • kennen Maßnahmen geriatrischer Rehabilitation und wirken bei der Umsetzung geriatrischer Rehabilitationskonzepte mit,
  • verfügen über Grundkenntnisse des Krankheitsbildes Demenz, von diesbezüglichen Zusammenhängen und des Umgangs mit dementiell erkrankten Menschen;

Lernbereich 2:
Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung: 100 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler

  • kennen in Grundzügen die Inhalte der Alterstheorien,
  • verfügen über Grundlagenwissen einer kultursensiblen Pflege,
  • kennen die Sozial- und Kulturgeschichte unseres Landes,
  • kennen die Bedeutung des räumlichen und sozialen Umfeldes für alte Menschen,
  • kennen die Bedeutung von Kontinuität im Tagesablauf des alten Menschen und berücksichtigen dies,
  • kennen Formen und Organisationen der Interessenvertretungen und bürgerschaftlichen Engagements von und für ältere Menschen;

Lernbereich 3:
Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit: 50 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler

  • kennen soziale Sicherungssysteme der Bundesrepublik,
  • kennen die Träger und die Finanzierung der Altenhilfe,
  • kennen die Organe der Qualitätsprüfungen in der ambulanten und stationären Altenpflege,
  • kennen die für die Berufsausübung wichtigsten Gesetze und deren Bedeutung für das berufliche Handeln;

Lernbereich 4:
Altenpflegehilfe als Beruf: 150 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler

  • kennen ihr Berufsbild und die berufsethischen Grundlagen der Pflege und wenden dies an,
  • kennen Methoden und Techniken beruflichen Handelns und wenden diese an,
  • wissen um die Bedeutung des eigenen Gesundheitsverhaltens und kennen Methoden der Prävention zur Stress- und Konfliktbewältigung oder anderer beruflicher Beeinträchtigungen;